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TSG III vs. Massen II  36:22  (18:8)
 
Typisch britisches Wetter tauchte die Gelb-Blau Arena am vergangenen Sonntag gefühlt in das trostlose Einheitsgrau einer nordenglischen Industriestadt. Das schlägt schon ordentlich auf`s Gemüt und verlangt einem mächtig viel Fantasie ab um in inneren des Spreewälder Heimspieltempels an ein schwungvolles Kreisligamatch zu glauben. Doch bekanntlich kommt es 1. meistens anders und 2. als man denkt. Die Gäste wollten für dieses Vorhaben auch einen würdigen Beitrag leisten und erschienen mit einem enorm großen und im dominanten Rot gekleideten Spielerkader auf dem Parkett der legendären TSG Bühne. Da wollten die Hausherren natürlich in nichts nachstehen. Den Lübbenauer Mannschaftsverantwortlichen stand an diesem Tage fast das gesammte willige Ballsportensemble zur Verfügung und gab Ihnen bereits erste Rätsel auf an wem einsatzmäßig eventuell die Keksdose vorbei gehen muss. So entstand bei der, z.T. choreografisch sehenswerten, Erwärmung schon eine gewisse räumliche Enge auf dem Feld. Beschallt durch die harten Beats der halleneigenen Bose Soundanlage und umgeben von sehr vielen Menschen mit akuten Bewegungsdrang, bestand schon eine verdammte Ähnlichkeit mit Gleis 13 am Berliner Ostkreuz, kurz nachdem die markante Stimme der bräsigen Bahnhofsvorsteherin mit 40-jähriger Leidenserfahrung im Regionalverkehr prägnant mitteilt, dass die RB 24 mal wieder Verspätung hat.
Es ist immer etwas schwierig bei der Aufstellung der Startformation alle Eventualitäten mit in Betracht zu ziehen. Gerade was das aktive nächtliche Vorleben betrifft kann es, auf Nachfrage zum Befinden einzelner Kollegen, schon zu einer gewagten Gratwanderung kommen. Natürlich fühlen sich alle fit und bereit für den Kampf Mann gegen Mann auf der Platte. Natürlich haben alle den klaren Durchblick und sind im Vollbesitz Ihrer geistigen Kräfte und natürlich hat niemand nennenswert mehr getrunken als an einem x-beliebigen Samstag Abend. Naja vieleicht ein winziges Schlückchen. Das würde zumindest den harten Mon Cheri Duft im Umkleidebereich erklären.
 
Als die beiden Unparteiischen den Startschuß für die Partie gaben wußten die Hausherren umgehend mit vehementem Vorschub Richtung Massener Tor zu überzeugen. Wurfgewaltig aus allen Positionen setzte sich der Spreewälder Titelanwärter frühzeitig vom Gast ab, so das bereits nach 20 Minuten und dem Stande von 15:7 fast klar war wo die Reise hingeht. Auch die zu diesem frühen Zeitpunkt bereits dringend notwendigen Rotationsmaßnahmen für diverse sich in der Sauerstoffschuld befindlichen Spieler, ließen keinen Qualitätsmängel im Lübbenauer Spiel erkennen. Besonders angenehm stellten sich die schon erwähnten Spielerwechsel für den MV und seinen Staff dar. Kaum ist der Protagonist mit der Startnummer 81 fernab der Bank auf Torejagd gegangen, verflüchtigte sich auch umgehend die ,bis dato wie eine Glocke über dem Wechselbereich hängende, Cognacwolke und wurde nun durch das leichte Ginfähnchen der nun pausierenden Nummer 31 vollumfänglich ersetzt. Der 10 Tore Pausenvorsprung gab wenig Anlass zur Kritik und konnte somit im Backstage-Bereich des Kabinentraktes zur Aufarbeitung des nächtlichen Treibens, bzw. zur Frischluftbefüllung des körpereigenen Atmungssystems genutzt werden.
 
Nach kurzem Anlauf im 2. Spielabschnitt nahm der TSG-Express erneut Fahrt auf und gab mit einem spektakulären 12-Tore Lauf, dem als Tabellendritten angereisten Gast die klare Ansage, dass Ihr sonntäglicher Ausflug in die Sprewaldmetropole rein informativ ist und ohne Punkte auf der Habenseite enden wird. Nach diesem epochalen Zwischenspurt bei der die komplette Klaviatur des Handballsports bespielt wurde zeigten sich die Hausherren gesättigt und ließen das Spiel nun gemütlicher angehen. Somit kamen die Massener Sportfreunde noch in den Genuß einer kleinen Ergebniskorrektur was Ihnen allerdings auch als sportlich fairer Gegner gegönnt sei. Das mit dem, bei allen Spielern der "Dritten" sehr beliebte, 30.Tor erledigte Gellee vollkommen unaufgeregt und orderte die dafür fällige Bierrunde direkt nach Spielende. Kurz vor dem Abpfiff der beiden gut leitenden Schiedsrichter galt die Aufmerksamkeit aber der gut gefüllten Gegentribüne. Dort hatte sich klammheimlich Willi unter das Fachpublikum gemischt und mit dem extrovertierten Unterschiedspieler Fred G.aus L. an der S. einen Gesprächspartner auf Augenhöhe gefunden. Das hatte optisch ein bisschen  was von Wum und Wendelin. Zumal Willi gänzlich auf sein mausgraues Kosmonautenoutfit verzichtete dafür aber die neue Slim Fit Black Edition der Schornsteinfegerinnung präsentierte. Der Mann kann halt alles tragen.
 
Nach dem Spiel ist ja bekanntlich vor dem Spiel. Und so hält der Februar einige Highlights für das Team um MV Langer bereit. Da wär vorrangig zu nennen das geplant ausgiebige Saunieren in den Spreewelten mit anschließendem Gastronomiebesuch in einem ortsansässigen griechischen Spezialitätenrestaurant. Weiterhin ist Winterzeit gleichzeitig auch Eisbein-/Malteserzeit. Auch hier wurde bei Bimbo bereits fest gebucht. Ach und Handball müssen wir dann auch noch spielen und das ausgerechnet Sonntag Nachmittag in Luckau. Dort wartet am 16.02. nicht nur unser Dauerrivale der letzten Jahre auf uns, sondern auch das charismatische Elite SR-Gespann des Elbe-Elsterkreises. Erstaunlich das bei den gezeigten Leistungen der vergangenen Spielzeiten da noch keine Berufung zu höherem erfolgt ist. Wir würden uns freuen wenn wir bei diesem sportlichen Leckerbissen auf rege Unterstützung bauen könnten. Es lohnt sich definitiv in jeder Hinsicht.
 
Fazit
1. Danke für das opulente Mahl Martin. Feinste regionale Küche geschmacklich abgerundet mit Bouletten und anderer fleischlastiger Sportlernahrung ist und bleibt die primäre Gourmetleidenschaft der "Dritten". Da ist Dir ein Platz als Kreisspieler fast sicher.
2. Interessante Ausführungsvarianten eines Konterlaufes konnten wir bei Sewe beobachten. Manchmal im Usain Bolt Tempo und erbarmungslos im Abschluß, zum anderen stark unrund wie ein 4-Takter dem jemand einen Kerzenstecker abgezogen hat. Ich hoffe die letztere Variante ist nur ein Stilmittel um den Gegner zu täuschen.
3.Das war eine sehr runde Vorstellung auf und neben dem Platz meine Herren. Harmonisch im Spiel und auch im Umgang miteinander. So kann es gern weitergehen. Bis dahin allen Ferienurlaubern viel Spaß, egal ob am Golf von Thailand oder in den Alpen. Bleibt alle gesund und haltet Euch fit und nicht nur an der Hotelbar.
4. Hoffentlich klappt es diesmal mit dem Match in Luckau. Das Hinspiel mußte ja leider ausfallen und somit auch der gebuchte Showact an der Pfeife. Da darf man schon gespannt sein welches Kapitel im Regelwerk die beiden Flachsraketen diesmal ausgiebig strapazieren werden.
 
Tor: Lünse, Raik
Feld:Steven 10, Sewe 4, Gellee 7, Noldchen 1, Matze 2, BM, Martin 2, Moritz 4, Berni 1, Smilie, Schorsch 2, Pam 3
MV: Länglich, Schufte, Rissi
 
Kwi
 
 
 

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