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TSG III : HCS III  27.22   (HZ 17:11)
 
Leider nur mäßig gefüllt präsentierte sich die Lübbenauer Blau-Gelb Arena zum vorweihnachtlichen Derby der Kreisliga Spielbezirk E. Somit verpassten einige treue Anhänger des einheimischen Serienmeisters ein rassig gutklassiges Punktspiel beider Teams. Ob die Luckauer Berstebuben oder unsere "Dritte", beiden hätten locker das Zeug dafür in der nächst höheren Spielklasse auf Punktejagd zu gehen. Einzig die dann ungewisse Staffeleinteilung, durch das zumindest bei diesem Thema sehr experimentierfreudige Fachkomitee, hält wohl letztendlich beide Teams davon ab. Wie bereits schon mal erwähnt könnten dann durchaus weitere interessante lokale Derbys entfallen, dafür aber eventuell heimatkundliche Entdeckungstouren in den Norden Brandenburgs hinzu kommen. Da ist mir eindeutig zuviel Konjunktiv im Spiel. Dann doch lieber weiter im aktuellen und überschaubaren Modus.
 
Beide Mannschaften begannen wie gewohnt im Gleichschritt. Luckau kombinierte sich sehenswert zu den Torerfolgen, die "Dritte" erledigte das mit schnellem Positionspiel und schönen Einzellaktionen. In den ersten 20 Spielminuten gelang es keiner der beiden Mannschaften sich irgendwie abzusetzen. Erst als zum Ende des 1. Durchgangs die Gäste etwas schwächelten und MV Büttner auf Seiten der Spreewälder frisches Spielermaterial ins Rennen schickte, konnte sich die "Dritte" einen beruhigenden 6 Tore Vorsprung erspielen. Mit selbigen ging es dann auch zum Pausentee in den noblen Lizenzspielerbereich der Lübbenauer Sportarena. Wer jetzt denkt das dort die Luft mit Bratapfel und zimmtigen Glühweinduft geschwängert war der irrt gewaltig. Wenn wir da schon krampfhaft eine Assoziation zum bevorstehenden Fest suchen dann höchsten zum seit ewigen Zeiten ungelüffteten Stall der weihnachtlichen Rentierherde. Ich denke selbst ein industriell genutzter Entfeuchter kommt hier an seine Leistungsgrenze. Wahrscheinlich ist es diesem komatösen Zustand geschuldet das die Büttner-Sieben in den ersten 10 Minuten des 2. Durchgangs komplett den Faden verloren hat. Selbst einfachste Handballbasics wie Fangen und Abspielen funktionierten da nicht mehr. Luckau fand das natürlich toll und nutzte die Gunst der Stunde umgehend. Der mühsam erspielte Vorsprung war binnen weniger Minuten auf ein Tor geschmolzen, sehr zur Freude des mitgereisten Luckauer "Landadels" im Gästeblock. Aber zum Glück gibt es ja für solche Fälle die grüne Karte. In der Auszeit durfte jeder mal ordentlich an der Amoniakflasche riechen und schon war der geistige Nebel verflogen. Lübbenau kehrte zu alter Stärke zurück und übernahm wieder das Steuer. Zügig wurde der Vorsprung wieder auf 5 Tore erhöht was auch dem Spielverlauf entsprach. Die bis dato wenigen emotionalen Höhepunkte bzw. hitzigen Wortgefechte wurden durch das pfeifende Herzberger Familienunternehmen auf Ihre ganz spezielle Weise wegmoderiert. Die meisten SR-Paare lösen die Problematik über die Zeitstrafenschiene, ganz anders die beiden in dezent gelber Postoptik gekleideten Unparteiischen. Sie bevorzugen eher das abwartende und schlichtende Stilmittel eines Ombudsmann der Hamburg-Mannheimer. Naja viele Wege führen halt nach Rom. Trotz einiger streitbarer Entscheidungen, diesmal wenigstens gleichmäßig verteilt, kann man Ihnen einen Ihrer besseren Tage bescheinigen.  
Spielerisch war die Messe bereits weit vor dem Abpfiff gelesen. Der gastgebene Abo-Meister hatte ganz einfach das vollere Brett an diesem Tage zu bieten. MV Pitti konnte über die ganze Spielzeit hinweg adäquat wechseln was den Gästen aus Luckau auf Grund fehlender Bankalternativen nicht möglich war.
Somit gewannen die TSG Männer das Match deutlich und konnten den kleinen Fehltritt aus der Hinrundenpartie als letztendlich bedeutungslos deklarieren. Weiter gehts dann erst Mitte Februar mit dem Spielbetrieb. Bis dahin grüßt die "Dritte" freundlich von der Tabellenspitze und wünscht allen Sportlern, Freunden und Sympathisanten ein schönes Weihnachtsfest und einen ordentlich zelibrierten Jahreswechsel.
 
Fazit
1. Vielen Dank an Gellee für das opulente Mahl zum Jahresabschluß. Das regionale Brett diverser Wursterzeugnisse ist und bleibt der Klassiker der "Dritten"
2. MV Pitti lässt hier nochmals ausrichten das Spieler mit einem erhöhten Gefährdungspotential für das gefürchtete Figurpendeln nicht jeden Tag Gans essen sollten. Zwischendurch darf es ruhig mal ein anderer Braten sein. Allerdings ist selbsterklärender Weise Willi davon ausgenommen.
3. Wenn man mal vorsichtig einen Blick auf die Tabelle wirft zeichnet sich da eine eindeutige Tendenz ab. Da bekommt bestimmt schon der ein oder andere Verbandsfunktionär bzw. Staffeleinteiler feuchte Hände.
4. Das war ja mal eine interessante Flügelzange bei der "Dritten". Da werden neuerdings die Außenpositionen familiär besetzt. Einer wirft die Tore, der andere begleitet das Spiel eher in einem kausalen Zusammenhang.
 
Tor: Schufte, Lünse
Feld: Chris, Steven 5, Sewe 3, Gellee 6, Matze, Rissi 2, Berni, BM 1, Schorsch 6,Borchi ,Noldchen, Martin 4
MV: Pitti + Stäbchen
 
 
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