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TSG III: HV Ruhland/Schwarzheide  39:27  (HZ 21:12)
 
Stahlblauer Himmel, 26°C und eine leichte Brise aus s/w Richtung. So begrüßte die "Dritte" am Sonntag Ihre Gäste aus der Südbrandenburgischen BASF Metropole. Gern hätten wir das Match auf das nahe gelegene und im ästhätischen Stadtbild eingbettete Beachvolleyballfeld des Fitness-Studio Atlanta verlegt, doch die Regularien des Handballverbandes sind bei der Festlegung der Spielstätten sehr eng gefasst. Somit startete das Spiel pünktlich 11.00 Uhr wie üblich im Indoorbereich der gut geheizten Gelb-Blau Arena. Erstaunlicher Weise teilten sich exakt 84 handgezählte Zuschauer die handballerische Leidenschaft mit den Akteuren beider Teams.

Der Gast, mit der klaren Saisonzielstellung Aufstieg, war wohl auch fest gewillt beide Punkte mit aus dem Spreewald zu nehmen. Die "Dritte" sah das natürlich anders und hatte bereits selbst die zu vergebenen Zähler fest auf der Habenseite des Punktekontos verplant.

Beide Mannschaften starteten recht hollprig in die Partie wobei die Truppe um MV Büttner als erstes wieder in den normalen und den Fans zumutbaren Handballbetrieb gewechselt ist. Nach 20 gespielten Minuten hatten sich die Spreewälder bereits einen 10 Tore Vorsprung erspielt und gaben der personell stark besetzten Frühschoppenbrigade auf der Gegengeraden jetzt schon ein angenehm sicheres Gefühl beim Bierkonsum. Obwohl die Hausherren speziell in der Abwehr keinesfalls überzeugen konnten, gelang es den Gästen nicht aus den Möglichkeiten Profit zu schlagen. Gerade auf den Aussenpositionen und dort ganz speziell auf der linken äusseren Abwehrseite gab es erhebliche Mängel im Deckungsverhalten. Zeitweise dachte ich das der "Tag der offenen Tür" des Fitness-Studios dorthin verlegt wurde und Pam der Türsteher ist.  Und weil er so ein netter Kerl ist hat er halt jeden durchgelassen der vorbei kam. Glücklicherweise hatte Schufte sehr gut auf der Kanzel am Wadrand geschlafen und war spritzig und hochkenzentriert in die Partie gegangen. Für die Gegner natürlich schlecht, für den regionalen Wildtierbestand eher ein Segen.
 
Als das spätsommerliche Spektakel nach einer 1/2 Stunde, so wie in der Spielordnung festgelegt, unterbrochen wurde, ging es in die Umkleide zur Lagebesprechung. Eingebettet in den Duft von nassem Rasenschnitt aus dem Vormonat drängten sich alle 15 Teammitglieder in die Box und lauschten den Worten des Coaches. Was da konkret besprochen wurde entzieht sich meiner Kenntnis. Leider musste ich zeitnah und mit beschlagenen Gläsern die Stallung verlassen. Als irgendwann mal der Moschusgeruch entdeckt wurde muss es genau hier gewesen sein.
 
Der 2. Abschnitt war anfänglich eine Kopie des 1. Durchgangs. Und wieder waren es die Lübbenauer, die es zuerst schafften ihre Fehlerquote zu senken. Das Spiel dümpelte so dahin und war auf Grund des eindeutigen Spielstandes bereits frühzeitig dramaturgisch ausgelutscht. Erwähnenswert wäre doch noch der neu entflammte Kampf um die "Goldene Axt". Dauerabonnent Schwerdtner muß wohl irgendwie einen akuten Schub an Nächstenliebe erhalten haben. Anders kann ich mir den fast schon höflich bis fürsorglichen Umgang mit dem Gegenspieler nicht erklären. Aber wie das mal nun mal immer so ist, kaum zeigst Du mal eine Schwäche in der Kernkompetenz, schon stehen andere Akteure parat und sägen heftig am Stuhl. Das Rissi seine alte Nahkampfleidenschaft nie richtig vergessen hat war ja zu erwarten, das aber Berni in längst vergessene Verhaltensmuster zurückfällt ist interssant. Seine 1. Zeitstrafe war ein Standardfoul aus der Rubrik Frontalaufprall, wohingegen die 2. Strafe ganz klares Meckern war und ihn somit berechtigt seinen Kollegen einen Kasten Bier zu spendieren. Ebenfalls Bierspendeberechtigt ist Lünse. Mit einer bei ihm selten gesehenen Meckerorgie, ließ er den beiden Spielleitern keine andere Chance als ihn mit einer 2-minütigen Bedenkpause zu versehen. Bis zum Spielende passierte dann aber nichts mehr. Tor Nr. 30 übernahm anständiger weise Gelee, für den eigentlich nominierten Sportfreund Chris. Dem muß beim Konter der aktuelle Spielstand aufgefallen sein, anders ist die Vollbremsung auf Höhe der 9m Linie, mit anschließender Kehrtwende nicht zu erklären. Ein kurzer Rundumblick im gut bestückten Wechselbereich ließ keine 2. Meinung zu, ganz klare Verweigerung, so der Tenor auf der Bank. Was darauf steht brauche ich hier nicht weiter erklären. Bei so viel Initiative einiger Kollegen sollte zumindest die Bierversorgung in den nächsten 4 spielfreien Wochen einen stabilen Trainingsbetrieb gewährleisten. Ja ihr habt richtig gelesen, das nächste Punktspiel bestreitet die "Dritte" erst am 11.11. um 11.45 Uhr in Lübben bei der IV. Vertretung des HC Spreewald. Eine zeitliche Vorverlegung auf 11.11 Uhr gepaart mit dem lustigsten Schiedsrichtergespann der Liga würde diesem Termin eine gewisse karnevalistische Note verleihen. Wäre schön wenn es das Vater/Sohn Team mal wieder einrichten könnte. Schließlich ist dann wieder Pappnasenzeit.
 
Fazit
1. Starker Einstand Noldchen! Mit dem dargereichten Wurstbrettern hast Du den Geschmack Deiner neuen Mitarbeiter voll getroffen. Das Potpourri vom Schwein ergänzt mit diversen regionalen Sättigungsbeilagen ist und bleibt ein Klassiker im Ernährungsprogramm der "Dritten"
2. Ich glaube im Fanblock auch Fred G. entdeckt zu haben. Frisch frisiert, mit einem peppigen Faconschnitt versehen, saß er in mitten der geballten Fachkompetenz. Wer ihn nicht gleich erkannt hat hier noch ein Tipp, es war der blonde mit dem seriösen Fielmann-Gesicht.
3. Kleine Anmerkung noch in Richtung HV Ruhland, falls ihr ernsthaft noch mit dem Gedanken spielt aufzusteigen, erkundigt Euch vorab über die Staffeleinteilung. Nicht das der Dauerregelabsteiger aus SFB wieder das Freilos zieht und ihr dann die Nordstaffel auffüllen müßt. Obwohl die Gegend um Lychen touristisch sehr attraktiv ist.
4. In wenigen Tagen feiert der MV seinen Geburtstag, ich erwarte das dort jeder ausgeschlafen, hungrig und mit einem gesunden Durst erscheint. Nach den vielen Oktoberfestbesuchen in der letzten Zeit sollte die Formkurve bei allen nach oben zeigen.
 
Tor: Schufte, Lünse
Feld: Chris 3, Steven 9, Noldchen 3, Gelee 9, Rissi 5, Berni 2, BM 1, Borchi, Pam 1, Martin 6
MV: Pitti
 
Kwi
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