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Chemie Guben II : TSG III   22:28 (HZ 14:13)
 
Nach einer heimatkundlichen Entdeckungstour entlang der Tagebaukante, begleitet von Kohlezügen und den Nebelsäulen der Jänschwalder Kühlturmgiganten, näherten wir uns der heutigen Destination Guben. Wenn Dein Handy Dir als Netz bereits Polska Telefonia anbietet und die schwarz-rot-goldenen Grenzpfähle klar signalisieren das Du an der Oder/Neiße Friedensgrenze bist, kann der Sportpark von Chemie Guben nicht mehr weit sein. Lange nicht mehr hier gewesen und doch alles sofort wiedererkannt, passt nicht nur auf die legendäre Sporthalle, sondern auch auf einige altgediente Spieler die das neu gegründete Team aus der Wilhelm-Pieck-Stadt verstärkten.
Die meisten Akteure des Liganovizen stammten allerdings aus Jahrgängen, die Ihre Heimatstadt leider nicht mehr als Hochburg der Ostdeutschen Chemiefaserproduktion kennengelernt haben. So standen wir beim Anpfiff der Partie einer sehr jungen Truppe gegenüber die anfänglich mit Schnelligkeitsvorteilen zu Überzeugen wusste. Einzig Ihrer Inkonsequenz beim Torwurf war es zu verdanken das die "Dritte" nicht gleich in Rückstand geriet. Nicht das wir im ersten Abschnitt besonders schlecht gespielt haben, aber aus den vielen Ballgewinnen konnten wir nichts richtig zählbares mitnehmen. Ob bei den Oktoberfestbesuchern vom Vorabend oder bei so manch anderen nächtlichen Spätheimkehrer, irgendwie fehlte da der letzte Pfiff im Angriffsspiel der Spreewälder. Das sah ja nicht schlecht aus, aber die Tragik beim Handball ist nun mal das Schönheit nicht immer erfolgreich ist. Und so gelang es uns einfach nicht sich mal etwas abzusetzen. Ganz im Gegenteil, fast mit der Schlußsirene des ersten Durchgangs erzielten die Gastgeber den Führungstreffer und sorgten damit für ordentlich Stimmung auf der gut gefüllten Tribüne.
 
Viel brauchte MV Pitti beim Pausentee nicht erzählen, denn eigentlich wussten alle woran es bisher gelegen hat und was nun zu tun ist, um hier als Sieger vom Platz zu gehen. Einfach mal einen Zahn zulegen und in den Sportmodus wechseln. Da alle alt genug sind und das jeder für sich selbständig erledigen kann, habe ich mir solange noch ein hochklassiges Tennismatch auf dem Court direkt vor der Halle angesehen. Schöne Anlage was die dort haben, dies nur mal am Rande erwähnt.
 
Zurück zum Spiel und ab in Durchgang zwei. Vom Start weg übernahm jetzt die "Dritte" die Regie. Kompakt in der Deckung und zielstrebig im Angriff, das zeichnete ab dato das Spiel des Lübbenauer Serienmeisters aus. Das mittlerweile herausgespielte 4 Torepolster hatte bis zur 50. Min. Bestand und ließ den Gastgeber etwas resignieren. Irgendwann in diesem Zeitraum muß es Schufte auch mal gelungen sein einen Konter zu parieren, zumindest laut eigener Aussage. Leider fehlen mir die letzten Minuten des Spiels da Smiles Versorgung ganz klar Vorrang hatte. Unseren Legionär aus Lübben hat es bei einer Angriffsaktion gewaltig auf das Parkett gehauen sodass seine Schulter irgendwie anders aussah, wie vor dem Einschlag. So kam Smile noch in den Genuss das medizinische Personal des örtlichen Krankenhauses kennenzulernen, welches es sich auch nicht nehmen ließ Ihn mit dem Rettungswagen abzuholen. An dieser Stelle nochmals ein Dank für die schnelle Hilfe und  Unterstützung der Gubener Sportlergemeinschaft. Am Ende fiel der Sieg mit 6 Toren doch relativ deutlich aus und spiegelt insgesamt gesehen den Spielverlauf wieder.
 
Ein Wort noch zu den beiden kurzfristig eingesprungenen Schiedsrichtern. Das hat man nicht oft in der Kreisliga, das durch eine souveräne Spielleitung die Fronten klar abgesteckt werden. Mit Fingerspitzengefühl und regeltechnischem Fachwissen konnten beide Herren überzeugen und leisteten damit Ihren Beitrag für ein ansehnliches Spiel. Hier dürfte gern mal ein Pärchen mit 1. gradigen Verwandschaftsverhältnis hospitieren gehen.
 
Unser nächstes Spiel ist bereits am Samstag um 16.00 Uhr in Massen. Da wird dann leider ordentlich Platz in der Umkleide sein, zumindest was die Anzahl an aktiven Teilnehmern betrifft. Trotzdem werden wir versuchen bei der 2. Vertretung von Germania für ordentlich Schrecken zu sorgen.
 
Fazit
1. Nachdem ja nun glücklicherweise geklärt wurde wer vor dem Spiel die Ansagen und Aufstellung in der Kabine macht bzw. festlegt welches taktische Stilmittel angewandt wird können sich alle wieder zurücklehnen und entspannen.
 
2. Beeindruckend wie in Guben die alterwürdige Sportgaststätte noch so funktioniert. Eingedeckt im Oktoberfestlook und mit allen Schmankerln die dazu gehören hätte man dort noch ewig verweilen können.
 
3. So Spfr. Noack, am Wochenende wirst Du mal wieder gebraucht, ich hoffe Du beendest Deine selbstverschuldete Ausszeit und bist mit am Start. Das erwarte ich übrigens von allen anderen auch. Fred G. bitte nichts mißverstehen, lass bitte die Schuhe am Nagel hängen und denke nicht mal drüber nach.
 
4. Gute und schnelle Genesung Smile. Dämliche Sprüche wie" nichts auf die leichte Schulter nehmen" oder zusammen Schulter an Schulter stehen sind so "Schulterklopfer" die ich Dir erspare. Das selbe trifft auch auf Stäbchen zu, der sich aber mehr auf das Kniegelenk konzentriert hat. Gute Besserung Dir auch und lass Dich nicht zu zeitig für ein Comeback "beknien".
 
Tor: Lünse, Schufte
Feld: BM, Smile 1, Gelee 5, Rissi 3, Noldchen, Chris 2, Berni 3, Pam 4, Steven 10
MV: Pitti
 
Kwi
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