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HCS III : TSG III  27:24 (HZ 16 : 13)
 
Da sind wir nun  wieder angekommen in der Kreisliga Staffel E. Oder anders gesagt, der Tunnel am Ende des Lichts hat uns zurück. Zwar hat die "Dritte" in der letzten Saison alles weggenagelt und ist Verlustpunktfrei in die Südstaffel der Landesklasse gestürmt, hatte aber den als Platzhirsch agierenden HVB nicht auf dem Zettel. Dort hat man wahrscheinlich Angst gehabt das der UNESCO-Status für die in Stein gemeißelte Ligeneinteilung aberkannt wird. Doch dazu später mehr.
Somit traffen wir uns mit den alten Luckauer Rivalen zum alljährlichen Sonntagsderby in der Sporthalle an der Schanze. Nachdem vorab alle Nettigkeiten ausgetauscht wurden konnte das Spiel pünktlich zur Kaffeezeit beginnen. Beide Teams hatten ihr bestes Aufgebot am Start und die Wechselbänke waren prall gefüllt. Der anfängliche Spielverlauf war wie eine Kopie der letzten Jahre. Luckau legte vor, wir glichen aus. Alle Zuschauer hatten was zum Klatschen und sahen ein sportlich attraktives Kreisligaduell zweier Titelanwärter. Nicht im Mittelpunkt der Partie zu stehen gefiel den beiden Spielleitern anscheinend überhaupt nicht, sodass sie dem zwingend Abhilfe schaffen mussten. Das sie eine sehr eigenwillige Strategie der Spielführung bevorzugen war uns im Vorfeld allen schon klar, aber das sie da noch eine Stufe unter ihrem eigenen Niveau gefunden haben ist schon beachtlich. Ab der Hälfte der erste Halbzeit hagelte es nur so 2. Min. Strafen und das Parkett lichtete sich zunehmend. Leider bei der TSG bedeutend mehr als beim Gastgeber. Folglich spielten sich die Hausherren einen kleinen Vorsprung heraus der bis zur Halbzeit bestand hatte. In dieser Phase war die lange ausführliche  Sommerpause bei den Spreewäldern offensichtlich. Da waren wohl noch einige geistig im Strandmodus südeuropäischer Küstengewässer oder beim sommerlich kultivierten Tagesalkoholismus. Etwas pomadig im Deckungsverhalten und im Angriff ungenau im Abschluß fast es wohl kurz am besten zusammen. Und so kam es das beim Pausentee der MV mehr Teilnahme an der Wertschöpfung einforderte Gesagt getan und weiter ging es mit Durchgang 2.
 
Aus dem anfänglichen erwähnten attraktiven Kreisligaduell wurde nun ein rassiges Spiel was von allem was hatte was den Handballsport so beliebt macht. Gesunde Härte, tolle Spielzüge und schöne Tore brachten die Supporter beider Mannschaften auf den Rängen in Bestlaune. Einzig das Schiedsrichtergespann, auf das man gut und gerne auch hätte verzichten können, fiel da immer weiter ab und stolperte weiterhin hilflos durch das Regelwerk. Da wurde das Wort Schiedsrichter zur reinen Kunst und hat sich vom Inhalt ganz befreit. Kurzzeitig dachte man der Zirkus gastiert bald in der Stadt und hat schon mal 2 Schausteller zur Eigenwerbung vorgeschickt. Ich bin der festen Überzeugung das es dazu keine 2 Meinungen gibt. Naja zumindest wurden die Fans bestens unterhalten und konnten schon mal auszugsweise am neuen Bühnenprogramm der beiden spaßigen Gesellen teilhaben.
Rein sportlich gesehen war es 60 Minuten ein Spiel auf Augenhöhe welches durch Kleinigkeiten entschieden wurde. Aus Sicht der "Dritten" hießen diese über die komplette Spielzeit betrachtet zu passive Deckungsarbeit, zumindest in Durchgang 1, und mangelnde Chancenverwertung. Letzteres mit Sicherheit auch ein Verdienst des gut aufgelegten Schlußmanns der Luckauer. Schlußendlich war es für uns mit Sicherheit nicht besonders vorteilhaft gleich das erste Punktspiel in Luckau zu absolvieren. Da die saisonalen Startschwierigkeiten bereits zum festen Bestandteil der "Dritten" gehören und diese zumeißt im 2. Punktspiel verschwunden sind freuen wir uns schon mächtig auf das nächste Spiel am kommenden Sonntag. Da erwartet die Büttner Truppe das Team aus Forst. Spielbeginn ist wie immer 11.00 Uhr, heißt das Mutti die Kartoffeln noch unter die Bettdecke stellen muß bevor es dann etwas später zu Tisch geht.
 
Fazit
1. Das wir, wie bereits erwähnt, nicht in der Landesliga Staffel Süd spielen wird vielleicht den ein oder anderen etwas verwundern. Gern hätten wir uns mit dem anderen Lübbenauer Handballverein oder unseren alten Weggefährten vom LHC Cottbus gemessen. Einzig der Verband war da anderer Meinung und teilte uns mal einfach so in die Mitte Staffel ein. Nur mal so kurz zur Orientierung Ludwigsfelde, Oranienburg, Brandenburg wäre dann unser Wirkungskreis gewesen. Der eigentliche Regelabsteiger der Süd Staffel, HSV Senftenberg, darf unverständlicher Weise in der Liga verbleiben und die TSG wird kurzerhand als Lückenfüller in die Mitte Staffel einsortiert. Hier fehlt mir mittlerweile ernsthaft der Glaube an Gerechtigkeit. Statt mal die veralteten Strukturen zu modernisieren und Staffeleinteilungen dem Bedarf anzupassen lässt man uns lieber 1000 km mehr durch die LL Mitte tingeln. Gesprächsbereitschaft war da auch nicht zu erkennen und die Aussagen die kamen waren so prickelnd wie Klarlack.
2. Das wir im ersten Spiel 12 Zeitstrafen, 1 rote Karte und sogar 1 rot/blaue Karte kassiert haben lässt nur den Schluß zu das die Jagd auf die "Goldene Axt" frühzeitig eröffnet wurde. Unvorstellbar wenn der Eyecatcher seinen dekorativen Platz im Wohnzimmer des Seriensiegers verlassen müsste.
3. Fred G. hat offiziell sein Kariereende bekanntgegeben. Du hast zwar länger auf der Bank gesessen als Flaschen-Paule im Park, aber Dein Teamgeist war stets hervorragend. Viel Spaß ab jetzt auf der Ehrentribüne wo Fachwissen und Bier gleichermaßen geteilt werden.
4. Hier noch ein kleiner nicht ganz ernst gemeinter Hinweis an Spfr. Naumann den Meister der Selbstdemontage. Die Felsenbühne Rathen sucht immer neue Laienschauspieler für ihre Winnetou-Stuntshow. Na das wäre doch was.
 
Tor: Lünse, Schuffte
Feld: Ch. Stabenow 1, St. Schwerdtner 3, M. Schelletter 2, A. Rßka 3, G. Wenzel 3, R. Nolde 1, A. Bernhardt 1, F.Brendel 4, R. Pissulla 3, M. Noack 3, BM Wenzel, A. Stabenow
MV: F. Büttner, M. Langer
 
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