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HC Lok Peitz : TSG III    22:38

 
Am letzten Sonntag machte sich der frisch gebackene Meister wieder mal auf den Weg in die Teichlandschaft. Was gibt es schöneres als bei herlichsten Sonnenschein zur Mittagsstunde zum Tabellenschlußlicht zu reisen um seinem Hobby zu frönen. Das mit dem tollen Wetter nutzen dachte sich die Landespolizei auch und räumte mal ihr komplettes Blitzerequipment auf die Straße. Normalerweise sind wir bei Auswärtsfahrten ein sehr verläßlicher Partner was das Auslösen solcher Meßeinrichtungen betrifft, doch diesmal sollte alles anders kommen. Äußerst bedächtig und immer Stvo Konform kullerte der Wagenkonvoi der "Dritten" in Richtung des Fischerdorfs. Soviel Defensive und Zurückhaltung erinnerte an ein Fahrsicherheitstraining für automobile Wiedereinsteiger und ließ bereits zu diesem Zeitpunkt nicht viel emotionales für das anstehende Punktspiel erahnen. Als bei der Erwärmung der Gastgeber dann nur noch 5 Feldspieler auftauchte war das auch kein Motivationsgrund für dieses völlig unnötige Wiederholungsspiel. Keine Ahnung was da im Peitzer Männerhandball überhaupt noch so läuft, aber sein Heimspiel gegen den Meister mit nur 5 Feldspielern anzutreten ist originell und zeugt nicht gerade von einer intakten Struktur. Das lässt die sportliche Zukunft ziemlich düster erscheinen. Um so mehr zolle ich den aktiven Peitzern dieser Partie höchsten Respekt sich dieser unlösbaren Aufgabe gestellt zu haben.
 
Wie erwartet übernahm die "Dritte" von Anfang an die Initiative auf dem Parkett. Ein paar schnelle Tore in Folge ließ vermuten das dies hier heute in einem Debakel für den Gastgeber enden könnte. Doch da bekanntlich ein gutes Pferd nur so hoch springt wie es muß, zog zeitnah "Bruder Schlendrian" ins Lübbenauer Spiel ein. Reihenweise wurden beste Einwurfmöglichkeiten vergeben und die Deckungsarbeit für überbewertet eingeschätzt. So gelang es den 5 tapferen Peitzern das ein ums andere mal zum erfogreichen Torabschluß zu kommen. Also jetzt nicht das es eng oder spannend geworden wäre, aber immerhin gab es für die 7 anwesenden Supporter der Heimmanschaft, übrigens auch mit gaaanz viel Fachwissen ausgestattet, ab und zu was zu beklatschen.
 
Die Pausenansprache des MV fiel gewohnt sachlich und erfolgsorientiert aus, konnte aber aus welchen Gründen auch immer, nicht jeden Gehörgang erreichen. Vieleicht war die Entäuschung über den nicht geöffneten Hallenimbiss zu groß. Kann man hier üblicherweise einen Bohnenkaffee trinken oder einen frischen Schoko-Muffin für einen schmalen Taler verzehren, so war davon heute absolut nichts zu sehen. Hoffentlich hat das nichts mit den Abrissbaggern auf der anderen Straßenseite zu tun, welche sich an der guten alten Wohngebietsgastätte abarbeiten.
 
Der 2. Durchgang war das Spiegelbild der ersten 30 Minuten. Wir torpedierten semierfolgreich den Lok Kasten, wobei Martin hart an seiner Quote arbeitete. Verballerte er anfänglich noch 50% seiner Würfe, so steigerte er sich jetzt auf exellente 70%. Auch Willi im Tor wollte da in nichts nachstehen, geblendet durch die Sonne die sich mit ihren Strahlen den Weg durch den Wasserdampf der nahen Kühltürme gebahnt hatte, flutschte ihm so mancher Wurf durch die Hosenträger. Hätte er eine seiner vielen Ray Ban Imitate aus dem Auto zur Verfügung gehabt, wäre das bestimmt ganz anders gelaufen. Als beim Stand 22:38 aus Sicht der Hausherren der Schlußpfiff ertönte, haben sich eigentlich alle gefreut. Das Peitzer Quintett über 22 erzielte Tore, die Schiedsrichter über ein vollkommen entspanntes Spiel, Sportfreund Rißka über den lang geplanten nachmittaglichen Besuch auf dem heimischen Ostermarkt und die Heimfans über sich selbst und was auch immer.
 
Werte Leserschaft das war es fast für diese Saison. Das letzte Punktspiel dieser Serie bestreitet die "Dritte" am 14.04. im Seecampus Schwarzheide gegen die dort beheimateten Chemical Brothers. Üblicherweise stellen wir uns dort immer dämlich an. Bisher konnten wir das stets auf den Ball und dem fehlenden Haftmittel schieben. Diesmal sollte trotzdem ein Sieg her. Eine Saison mit null Minuspunkten beenden zu können ist wohl Ansporn genug.
 
Fazit
1. Danke den mitgereisten Anhängern für ihre Unterstützung mit Pauken und Trompeten. Das hatte schon Heimspielcharakter. Bildungsauftrag Fankultur ist damit erfüllt.
2. Das mit den rechtzeitigen Zu/Absagen zum Spiel müssen wir aber noch etwas üben. Wir benötigen da mehr Planungssicherheit um eine mögliche Biernot/Bierüberdeckung zu vermeiden.
3. Die 3-wöchige Pause bis zum letzten Spiel sollte von jedem für aktives Grundlagentraining genutzt werden. Gerade was das Grillen und Bier trinken angeht ist man schnell mal außer Form.
4. Fred G. Du hast sicherlich schon bemerkt, das nach dem letzten Match ein würdiger Empfang in Buffetform gegeben wird. Also falls Du nicht wieder zu Hause die Bude voll hast oder am Kamin sitzt und  Moltenbälle nähst, melde Dich bitte ordnungsgemäß an.
 
Tor: Schufte, Willi jun.
Feld: Smile, Berni, Martin, Fabian, Rissi, Steven, Frettchen, Marco, Stäbchen, Georg
MV: Pitti
 
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